Oenipons - Ansichten einer Stadt - 1. Satz "Das Goldene Dachl"

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Komponist: Pallhuber Hermann
Besetzung: Großes Blasorchester
Format: A4
Genre: Eröffnungswerk Konzertwerk
Grad: D
Verlag: TSS Musikverlag

"Innsbruck liegt mit anmutig südlicher Gelassenheit an seinen Strom, dem Inn, malerisch, bunt und erzählerisch, mit Lauben und Palästen, Triumphbogen und Giebeln nicht nur das Märchenhafte, sondern auch das Ruhmreiche der Vergangenheit verkörpernd." (Kasimir Edschmid)

Dieser Gedanke vK. Edschmid war Grundmotivation und Ausgangspunkt zur Emotion des Werke Oenipons - eine Schau auf städtische Momente - historisch und zeitgenössisch.
Mit musikalischen Mitteln die Atmosphäre der Stadt einzufangen und dabei verschiedene Ansichten zu berücksichtigen und dennoch keine ausschließlich programmatische Musik zu schaffen - das war die schöne Herausforderung dieses Kompositionsauftrages. Die Verbundenheit mit seiner Heimatstadt Innsbruck und eine neue Beschäftigung mit der Substanz dieser Stadt waren für den Komponisten eindeutige Voraussetzungen zur Verwirklichung dieses Werkes.

1. Residenz - Das Goldene Dachl
Das Goldene Dachl - das berühmteste Wahrzeichen der Stadt Innsbruck.
1500 erhielt der Erker seine Fresken und das Dachl des Erkers seine Pracht mit vergoldeten Kupferschindeln. Das "Goldene Dachl" wurde damit zum persönlichen Denkmal Kaiser Maximilians. Bemerkenswert ist die Ensemblewirkung auf den Sandsteinfresken der Brüstung. Die Motive dieser Fresken sind Keinzellen der Musik des ersten Satzes. Die Portraits von Maximilians mit seinen beiden Gattinnen Maria von Burgund und Bianca Maria Sforza von Mailand werden nämlich von ausgelassen tanzenden Moriskentänzern umrahmt.
Nach dem wuchtigen Beginn der Musik, der wie das Öffnen eines Stadttores wirkt, wird sogleich der Blick auf die lieblichen Details der Stadt frei: das Residenzthema (Maximiliansthema) besteht wie alle anderen Themen des Werkes im Kern aus einem kleinen Motiv, das aus dem Lied "Innnsbruck, ich muss dich lassen" stammt (große Terz mit kleine Sekund abwärts). In den Solostellen der Holzbläser schimmert die Lieblichkeit der Bauten der Altstadt durch - erkennbar nur, wenn man mit geöffneten Augen und Blick nach oben durch die Gassen geht. Der wilde Moriskentanz zeigt die Ausgelassenheit und Freizügigkeit der Stadt - die Offenheit und Fröhlichkeit Innsbrucks. In bizarren Rhythmen läuft der Tanz in ungewöhnlicher Taktart (10/8) ab - jedoch symmetrisch gruppiert wie die Motive der Fresken an der Brüstung des Goldenen Dachls. Ein erhabener Choral (Residenz) unterbricht die Ausgelassenheit des Tanzes, ehe das Treiben des ersten Satzes furios endet.

Notenbeispiel

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