Ouvertüre in g moll

Artikelnummer: 96423

120,90 €

inkl. 10% USt. , versandfreie Lieferung (Standard)


Stk

sofort verfügbar

Lieferzeit: 2 - 3 Werktage


Komponist: Bruckner Anton
Arrangeur: Neulinger Elmar
Besetzung: Großes Blasorchester
Format: A4
Genre: Ouvertüre Eröffnungswerk Konzertwerk Klassische Musik
Grad: C
Spieldauer: 12:00
Verlag: TSS Musikverlag
Als Bruckners Kompositionsstudien bei seinem Lehrer Kitzler soweit gediehen waren, dass er Kontrapunkt, Sonatenform und auch das Studium der Instrumentation bis zu den modernsten Werken der damaligen Zeit erarbeitet hatte, wurde unter Anleitung Kitzlers die Form der Ouvertüre in einer Schularbeit praktisch durchgenommen. Diesem Umstand verdanken wir die Entstehung der "Ouvertüre in g-Moll" die durchaus schon ein eigenes Kunstwerk ist und echtes Bruckner'sches Gepräge erkennen lässt.

Dem klassischen Anfang der langsamen "Introduktion" mit dem Oktavsprung des ganzen Orchesters tritt eine ausgesprochen romantische Cello-Melodie (im Blasorchester dargestellt vom ersten Horn und den Tenören) gegenüber. Die im Quartsextakkord aufsteigende Melodie wird dreimal durch sehnsüchtige Sekundvorhalte gebrochen wie wir sie von späteren Werken Bruckners kennen. Charakteristisch die Verarbeitung in der Weiterführung und Steigerung aber auch in der Zurücknahme der Dynamik vor dem nun folgenden italienisch anmutenden Hauptthema des Allegros. In den verschiedensten Lagen und Umkehrungen erscheint dieses Thema kontrapunktisch verarbeitet immer wieder bis wir zu einem weitschreitenden Gesangsthema kommen das schon typisches Bruckner'sches Ethos atmet. In der Instrumentation für Blasorchester versuchte der Arrangeur der Orchesterfassung möglichst nahe zu kommen und die solistischen Holzbläserstellen in diesem "un poco meno mosso" möglichst originalgetreu zu belassen. Die Durchführung verarbeitet die Themen in klassischer Art und wir begegnen immer wieder Vorahnungen späterer Werke. scheinbar nebensächliche Achtelbewegungen werden zu "Entwicklungsmotiven". Das Quartmotiv (eines der Hauptmotive in dieser Ouvertüre) spielt immer wieder eine bedeutende Rolle in der weiteren Verarbeitung. Majestätische Klänge in den Blechbläsern weisen in die Zukunft und lassen den Organisten Bruckner erkennen. Nach einer großangelegten Steigerung des Wiederholungsteils endet dieser mit feierlichen bis ins pianissimo herabgesetzten und verlangsamten Klängen in dem noch einmal das Quartmotiv solistisch dargebracht vom ersten Horn hineinklingt. Mit einem raschen crescendo enden wir in den sieghaften und überzeugenden Schluss der Ouvertüre.

Der Bearbeiter und Arrangeur
Elmar Neulinger

Video

Notenbeispiel - Partitur

Notenbeispiel - Partcell in C

Ähnliche Artikel