Sinfonietta

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Sinfonietta, 1. Satz von Leos Janácek,

arrangiert von Alois Wille

 

 

Informationen zum Komponisten, zur Komposition, zu den Aufführungsmöglichkeiten und zur Besetzung.

 

Leos Janacek, geb. am 3. Juli 1854 in Hukvaldy bei Pribor in Mähren, gest. 12. August 1928, ist der berühmteste moderne tschechische Komponist. Er knüpft unmittelbar an die nationale Tonkunst von Smetana und Dvorak an und verbindet diese mit den künstlerischen Ausdrucksmitteln der zeitgenössischen Musik. Dabei verlässt Janacek nie den Boden volkstümlicher Melodik.

Die im Jahre 1925 entstandene Sinfonietta besteht aus 5 Sätzen, von denen jeder für eine andere Orchesterbesetzung instrumentiert ist. Das vorliegende Stück, eine Intrada sinfonica, bildet den ersten Satz und ist im Original vom Komponisten für Blechbläser gesetzt: 9 Trompeten, 2 Tenorhörner, 2 Basstrompeten und Pauken. Am Ende des 5. Satzes erklingt dieser fanfarenartige Satz ein zweites Mal, wird vom vollen Orchester begleitet und bildet den krönenden Abschluss des gesamten Zyklus.

Ein einziges Thema wird exponiert, das in mehreren Abschnitten zuerst im geraden, dann in einer Art Mittelteil im Walzertakt erklingt. Dabei werden die einzelnen Phrasen jeweils durch einen immer wiederkehrenden Paukenrhythmus abgeschlossen. Im 3. Abschnitt wird das Thema in der Vergrößerung erst im geraden und dann im ungeraden Takt über einem Quintorgelpunkt verarbeitet.

Ein 7-taktiges Adagio verleiht der sinfonischen Intrada eine gewaltige Finalwirkung.

Der 1. Satz der Sinfonietta wurde in 2 Varianten bearbeitet:

Variante 1: Bearbeitung für großes Blechbläserensemble und Pauken

Variante 2: Bearbeitung für sinfonisches Blasorchester

Jede Variante kann einzeln aufgeführt und einzeln gekauft werden. Es ist aber auch möglich, beide Varianten miteinander zu verbinden. Wird diese Aufführungsmöglichkeit gewählt, so empfiehlt es sich, das Adagio bei der Blechbläservariante wegzulassen und nach Takt 84 mit der Variante 2 fortzufahren. Die Variante I (Blechbläserensemble und Pauken) kann auch mit Takt 84 abgeschlossen werden.

Da ein Klangkörper nicht immer über die im Original vorgesehen 9 Trompeten verfügt, sind auch Flügelhörner in die Instrumentierung einbezogen worden. Sämtliche Trompeten- und Flügelhornstimmen sind doppelt zu besetzen. Im Abschnitt 5 (Takt 76 ? 84) wechseln sich die 2 Flügelhornisten sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Stimme jeweils ab.

An exponierten Stellen kommt eine Hoch - B - Trompete zum Einsatz. Selbstverständlich kann dieses Stück, so wie im Original vorgesehen, nur mit Trompeten geblasen werden.

Um zu dem mächtigen klingenden hohen Blechbläsersatz einen nötigen ?Kontrapunkt? zu schaffen, wurden die im Original vorgesehenen 2 Tenorhörner und 2 Basstrompeten durch Hörner, Bariton, Posaunen und Tuben ergänzt. Die Basstrompeten wurden weggelassen.

Um diese sinfonische Intrade originalgetreu aufzuführen sind 5 Pauken nötig: 2 Hohe Pauken (23 Zoll), 1 kleine Pauke (26 Zoll), 1 mittlere Pauke (29 Zoll) und 1 tiefe Pauke (32 Zoll).

Die Klangschönheit dieses Stückes sowie das genial behandelte Thema waren der Anlass, dieses Werk in 2 Varianten zu arrangieren. Janaceks ?unverbrauchte? ja geradezu modern klingende Musik ist mit Sicherheit eine Bereicherung des Repertoires eines sinfonisch besetzten Blasorchesters.

Notenbeispiel

Sinfonietta I

Sinfonietta II

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